Vermittlung nicht zielführend/OB verstimmt über fehlende Gesprächsbereitschaft: Zukunft und Lebensplanung von Mitarbeitern und deren Familien betroffen
Die Geschäftsführung der Sparkassen-Informatik (SI) in Frankfurt hält Maßnahmen zum Erhalt der vier von Schließung betroffenen Standorte Duisburg, Karlsruhe, Köln und Mainz für nicht verantwortbar. Das haben der Vorsitzende der SI-Geschäftsführung, Fridolin Neumann, und der für Personal zuständige Harald Lux jetzt den vier Oberbürgermeistern der betroffenen Städte in einem Schreiben mitgeteilt. Die vier Stadtoberhäupter hatten in einem gemeinsamen Schreiben appelliert, die Schließung nicht zu vollziehen, sondern das Know-how der Beschäftigten und die lokale Kompetenz im Bereich der Informations-, Kommunikations- und Softwaretechnologie in unseren Städten zu nutzen. Neumann und Lux verweisen in ihrer Antwort darauf, dass die Standortkonsolidierung unter Kosten- und Wettbewerbsgesichtspunkten dringend erforderlich sei und die Gesellschafter der Sparkassen am 4. Dezember 2006 nach einem mehr als eineinhalb-jährigen intensiven Diskussionsprozess einstimmig beschlossen hätten, die bisher auf neun Standorte verteilten Aufgaben künftig zu bündeln.
Ich bedauere diese Entscheidung außerordentlich, gründet sich der Erfolg der Sparkassen im dreigliederigen deutschen Bankensystem doch ganz besonders auf deren regionale Verankerung, gibt Oberbürgermeister Heinz Fenrich zu bedenken. Unverständlich ist für mich auch die ablehnende Haltung der SI-Geschäftsführung einem Gespräch mit den Oberbürgermeistern der vier betroffenen Standorte gegenüber, zeigt sich das Stadtoberhaupt verstimmt. Immerhin betrifft die Entscheidung der Sparkassen-Informatik in den vier Standorten die Zukunft und die Lebensplanung von insgesamt rund 1250 Mitarbeitern und ihrer Familien.
Die SI-Geschäftsführung betont in dem Schreiben an die Oberbürgermeister, dass alle von der Standortbündelung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgehend von einer für die überwiegende Mehrheit bereits bestehende Beschäftigungsgarantie bis Ende 2011 ein Angebot erhielten, an einen der bestehen bleibenden Standorte zu wechseln. Der Wechsel würde zudem mit entsprechenden Sozialleistungen unterstützt. Im Rahmen der seit mehreren Wochen geführten intensiven Sondierungsgesprächen mit Vertretern des Gesamtbetriebsrates und ver.di habe die SI verschiedene Angebote gemacht, die Auswirkungen der Standortkonsolidierung für eine nennenswerte Zahl von Mitarbeitern weiter (zu) mildern.
Vor dem Hintergrund der gegenwärtig laufenden Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern bittet die SI-Geschäftsführung um Verständnis dafür, dass wir Vermittlungsgespräche, die den Beschluss unserer Gremien zur Standortkonsolidierung in Frage stellen, nicht für zielführend halten.