Grötzingen hängt nun an zwei Abwassersammlern

Bauarbeiten beendet/Straßensperrung in der Eisenbahnstraße aufgehoben

Freie Fahrt heißt es seit einigen Tagen wieder in der Eisenbahnstraße in Grötzingen: Mit der Aufhebung der dortigen Straßensperrung wurden die rund zweieinhalb Jahre dauernden Bauarbeiten für den „Neuen Grötzinger Abwassersammler“ abgeschlossen. Der zweite Abwasseranschluss war für Grötzingen dringend geboten. Bislang hing das Grötzinger Kanalnetz am „Alten Grötzinger Sammelkanal“, den hatte die damals noch selbstständige Gemeinde Grötzingen 1959 auf eigene Kosten bis nach Durlach in die Pforzheimer Straße bauen lassen. Über diesen – nur 50 Zentimeter Innendurchmesser messenden – Kanal floss das gesamte Schmutzwasser von rund zehntausend Einwohnern nach Durlach. Der Sammelkanal war damit hydraulisch voll ausgelastet. Auch betriebliche Gründe sprachen für den Bau eines Entlastungskanals. Mit dem „Neuen Grötzinger Sammler“ können künftig notwendige Sanierungsarbeiten am alten Sammler durchgeführt werden.

Gelegenheit, das Kanalnetz zu ertüchtigen, boten die Straßenbauarbeiten für die Nordtangente. Ehe es hier richtig losging, begann das Tiefbauamt Ende 2005 damit, im Böschungsfuß der neuen Straße kostengünstig einen neuen Sammelkanal zu verlegen. Dieser, doppelt so große Kanal wurde an das bestehende Kanalnetz des Industriegebiets „Auf der Breit“ östlich der Autobahn angeschlossen. In drei Bauabschnitten wurden insgesamt knapp 1,4 Kilometer Stahlbetonrohre bis zur Eisenbahnstraße in Grötzingen beim Hühnerlochwehr verlegt. Die Gesamtkosten betrugen insgesamt rund 1,7 Millionen Euro.

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