Runder Tisch der Alten- und Behindertenhilfe am 4. Juli .2008
By admin | Juli 15th, 2008 | Category: Landratsamt | No Comments »Kreis Karlsruhe. Eine Reihe von generellen Fragen, die den Ausbau der Hilfeangebote für ältere pflegebedürftige und behinderte Menschen im Landkreis Karlsruhe betreffen, hat der Runde Tisch der Alten- und Behindertenhilfe mit Vertretern der freigemeinnützigen und privaten Trägerverbänden sowie der Landkreisverwaltung und der AOK – Mittlerer Oberrhein in seiner Sitzung am 4. Juli 2008 behandelt. Breiten Raum nahm die Gesamtauswertung einer Umfrage bei den Bewohnerinnen und Bewohnern Betreuter Seniorenwohnanlagen im März 2008 ein. Im Landkreis Karlsruhe bestehen rund 1.400 betreute Seniorenwohnungen in 49 Wohnanlagen. An der Umfrage des Landratsamtes Karlsruhe beteiligten sich 30 Wohnanlagen. Von 979 Wohnungen liegen die Antworten vor. Dies entspricht einer Rücklaufquote von 39,33 Prozent. Danach ist das Eintrittsalter in das betreute Seniorenwohnen im Vergleich zur Ersterhebung im Jahr 2002 nochmals gestiegen: rund 79 Prozent waren beim Umzug in das betreute Seniorenwohnen über 70 Jahre alt. In den betreuten Seniorenwohnanlagen werden Gemeinschaftstreffen bzw. -aktionen angeboten – rund 71 Prozent der Bewohner nehmen daran teil. Bei der Vermittlung von weiteren Hilfeleistungen stehen das Mittagessen, hauswirtschaftliche Hilfen wie zum Beispiel Besorgungen und Einkäufe sowie Wohnungsreinigung und pflegerische Hilfen im Vordergrund. Die Frage, ob sich die Bewohner im Betreuten Seniorenwohnen wohlfühlen, bejahen 90 Prozent und damit rund 6 Prozent mehr, als noch im Jahr 2002. Trotz des insgesamt positiven Fazits sieht der Sozialdezernent im Landratsamt, Peter Kappes, Aufklärungsbedarf bezüglich der im Betreuten Seniorenwohnen möglichen Betreuungsleistungen und der Frage, welche Optionen bei zunehmender Pflegebedürftigkeit bestehen. Außerdem will sich die Landkreisverwaltung an die Betreuten Seniorenwohnanlagen wenden, aus denen eine Rückmeldung bisher nicht erfolgte. Die Landkreisverwaltung sieht aufgrund der Auswertungsergebnisse das Betreute Seniorenwohnen auch weiterhin als eine gute Möglichkeit, Selbstständigkeit und Selbstbestimmung auch im höheren Alter zu erhalten, Vereinsamung vorzubeugen und auch bei beginnender Pflegebedürftigkeit umfassende pflegerische Betreuung zu erhalten.