Letzter mutmaßlicher Juwelierräuber nach Zielfahndung in Polen festgenommen

Ermittlungen zum Überfall auf Karlsruher Juweliergeschäft erfolgreich abgeschlossen

Stuttgart/Karlsruhe/Koszalin: Am 19. Oktober 2006 wurde im Raum Koszalin/Polen ein 24-jähriger polnischer Staatsangehöriger dingfest gemacht. Er soll zusammen mit drei weiteren Mittätern am 14. Juli 2006 ein Juweliergeschäft in der Karlsruher Innenstadt überfallen haben. Im September hatten die Zielfahnder des Landeskriminalamtes in Absprache mit dem Polizeipräsidium Karlsruhe die Suche nach dem 24-Jährigen aufgenommen. Mit verdeckten Maßnahmen konnten sie jetzt den genauen Aufenthaltsort des Gesuchten in Kolobrzeg (ehemals Kolberg)/Polen lokalisieren und den polnischen Sicherheitskräften mitteilen. In enger Zusammenarbeit mit dem Verbindungsbeamten des Bundeskriminalamtes in Polen und der polnischen Polizei konnte so der letzte Tatverdächtige dieses Überfalls gefasst werden.

Die Festnahme dieses Tatverdächtigen unterstreicht erneut die eingespielte Zusammenarbeit deutscher und polnischer Strafverfolgungsbehörden. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe wird nun die Auslieferung des Festgenommenen betreiben.

Wie berichtet, konnten nach dem Überfall am 14. Juli 2006 zwei der vier Täter aufgrund des beherzten Eingreifens von Passanten im Zuge der Sofortfahndung unmittelbar nach der Tat festgenommen werden. Dabei wurden auch die erbeuteten Uhren im Wert von rund 330.000 Euro sichergestellt. In enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt fahndete das Polizeipräsidium Karlsruhe intensiv nach den beiden anderen Räubern. Der dritte Verdächtige stellte sich am 3. August 2006 am Grenzübergang Pomellen den Zielfahndern des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg. Er hat die Tat gestanden und befindet sich wie seine mutmaßlichen Mittäter aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichtes Karlsruhe in Untersuchungshaft.

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