Nach Schleuderfahrt Leitplanke durchbrochen und in Gegenfahrbahn umgestürzt

Malsch (Krs. Karlsruhe). Glücklicherweise ohne Personenschaden verlief am Dienstag gegen 11.50 Uhr ein Verkehrsunfall auf der A 5 bei Malsch, bei dem ein Sattelzug die Mittelleitplanke durchbrach und auf der Überholspur der Gegenfahrbahn umkippte.

Der 26-jährige polnische Fahrer des Sattelschleppers, der einen mit Streusalz beladenen Siloauflieger mitführte, fuhr von Baden-Baden kommend in Richtung Frankfurt, als seinen Angaben zufolge auf gerader Strecke eine starke Windboe den Sattelzug erfasste. Trotz Gegenlenkens schoss der Sattelzug diagonal über die Fahrstreifen, durchbrach die Mittelleitplanke, kippte um und blieb auf den Überholspuren beider Fahrbahnen liegen. Nur glücklichen Umständen war es zu verdanken, dass keine weiteren Fahrzeuge in den Unfall verwickelt wurden. Auch der Sattelzugfahrer kam mit dem Schrecken davon.

Die Autobahnpolizei prüft, ob eventuelle weitere Faktoren, z.B. die Verteilung der Ladung, zum Unfall beigetragen haben könnten. Beim Aufprall auf die Leitplanken wurde der Siloauflieger aufgeschlitzt, wobei ein Teil der Ladung verstreut wurde. Zur Unfallaufnahme und Bergung mussten in beiden Richtungen jeweils der linke Fahrstreifen gesperrt werden. Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten dauerten bis in die frühen Abendstunden und waren mit bis zu sieben Kilometer lange Staus in beiden Fahrtrichtungen verbunden. Dies hatte auch Auswirkungen auf den Ausweichstrecken, wo es zwischen Rastatt und Karlsruhe ebenfalls zu Behinderungen kam.

Die Freiwillige Feuerwehr Malsch war mit fünf Fahrzeugen im Einsatz. Der Schaden am Sattelzug beläuft sich auf rund 100.000 Euro, weitere 10.000 Euro Schaden entstanden an den Leitplanken.

This entry was posted in Nachrichten. Bookmark the permalink.

Comments are closed.