Iffezheim: Zum Auspumpen eines mit 1450 Tonnen Drahtrollen beladenen Gütermotorschiffs musste die Feuerwehr aus Iffezheim am Samstag morgen ausrücken. Der 49-jährige Schiffsführer passierte am Freitag Abend die Schleuse Iffezheim talwärts und machte anschließend zur Nachtruhe fest. Gegen 06 Uhr am nächsten Morgen bemerkte er Wassereinbruch im Laderaum. Die daraufhin mit 5 Fahrzeugen und 36 Mann angerückte Feuerwehr aus Iffezheim musste das Wasser aus dem Laderaum pumpen, um ein Sinken des Schiffes zu verhindern. Nachdem gegen 07.15 Uhr die Gefahr, dass das schwer beladene Schiff untergehen konnte, gebannt war, wurde zur Feststellung der Ursache des Wassereintritts ein Tauchunternehmen aus Mannheim angefordert. Dieses stellte fest, dass am Schiffsboden auf Höhe des Mittelschotts eine Schweißnaht auf etwa 4 Meter Länge eingerissen war. Die weiterführenden Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Karlsruhe ergaben, dass beim Beladen des Gütermotorschiffes in Kehl die Drahtrollen nicht gleichmäßig im Laderaum, sondern im Bereich des Mittelschotts verstaut wurden. Durch die hohe Gewichtsbelastung platzte die Schweißnaht auf und Wasser konnte in den Schiffsrumpf eindringen. Derzeit versuchen die Taucher aus Mannheim die aufgerissene Schweißnaht abzudichten. Danach wird das Schiff zur Reparatur in eine Werft fahren. Die genaue Schadenshöhe kann erst nach Begutachtung des Schiffrumpfs in der Werft beziffert werden.
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