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Polizei warnt vor Trickbetrügern

Karlsruhe. Opfer von Trickbetrügern wurden am Montag zwei Senioren in der Süd- und der Nordweststadt. Die Betrüger verschafften sich unter dem Vorwand, sie seien Mitarbeiter einer Krankenkasse Zutritt zu den Wohnungen einer 93-jährigen Frau sowie eines 96 Jahre alten Mannes. In beiden Fällen forderten sie die Rentner auf, ihre Krankenkarte zur Überprüfung vorzuzeigen. Während die Geschädigten nach den Unterlagen suchten, hatten es die Täter auf deren Geldbeutel abgesehen. Der 96-jährige Mann bemerkte dieses Vorhaben, woraufhin der Betrüger fluchtartig die Wohnung verließ. Im Falle der geschädigten Frau gelang es dem Täter allerdings, die Geldbörse unauffällig zu entwenden. Die Polizei rät insbesondere älteren Mitbürgern zu besonderer Vorsicht an der Haustür. Betrüger finden immer neue Vorwände, um in die Wohnungen ihrer Opfer zu gelangen. So treten sie immer wieder als angebliche Mitarbeiter von Elektrizitäts-, Gas-, oder Wasserwerken, als Handwerker oder Heizkostenableser, als Berater der Krankenkasse oder der Rentenversicherung wie auch als Kriminalbeamte auf. Wer folgende Tipps beherzigt, lässt dem Betrüger nahezu keine Chance: * Vergewissern Sie sich vor dem Öffnen, wer zu Ihnen will: Schauen Sie durch den Türspion oder aus dem Fenster, benutzen Sie die Türsprechanlage. * Öffnen Sie Ihre Tür immer nur mit vorgelegter Türsperre. * Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung. * Überlegen Sie sich Folgendes, wenn Fremde an der Tür von ihrer Not erzählen: Warum wenden sich diese Leute nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern gerade an Sie? * Nur wenn Sie alleine sind, haben Trickdiebe leichtes Spiel mit Ihnen. Versuchen Sie, bei unbekannten Besuchern einen Nachbarn hinzuzubitten oder bestellen Sie den Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist. * Bieten Sie bei einer angeblichen Notlage an, selbst nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte hinauszureichen. Lassen Sie dabei Ihre Tür versperrt. * Lassen Sie nur Handwerker ein, die Sie selbst bestellt haben oder die von der Hausverwaltung angekündigt wurden. * Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen den Dienstausweis, prüfen Sie Ihn sorgfältig bei gutem Licht und mit der Lesebrille. Rufen Sie im Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Lassen Sie dabei die Tür versperrt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus. * Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch: Sprechen Sie laut mit Ihnen oder rufen Sie um Hilfe!

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