Bruchsal. Ein 38 Jahre alter Mann aus dem Bruchsaler Obdachlosenmilieu ist bereits Mitte des vergangenen Monats in einer Wohnung in der Moltkestraße das Opfer eines Tötungsdeliktes geworden. In der Folge lag der Getötete wochenlang in den von einem 49 Jahre alten Mann gemieteten und bewohnten Räumen, bis die Polizei den Leichnam am Montagnachmittag nach einem Hinweis entdeckte. Die von der Kriminalaußenstelle Bruchsal umgehend übernommenen Ermittlungen führten rasch zu einem dringenden Tatverdacht gegen den Wohnungsinhaber. Inzwischen hat der 49-Jährige wesentliche Einlassungen zum Tatablauf gemacht. Ob ein noch am Montag in Mannheim dingfest gemachter 41-Jähriger Zechgenosse aktiv ins Tatgeschehen eingegriffen hat, sollen die noch andauernden Ermittlungen klären. Nach dem derzeitigen Stand der Recherchen war es zwischen den drei Männern im Laufe des 13. Februar nach reichlichem Alkoholgenuss zum Streit gekommen. In der Folge eskalierte die Auseinandersetzung derart, dass der 49-Jährige seinen um 11 Jahre jüngeren Untermieter niederschlug und mit eisenbewehrten Schuhen gegen den Kopf trat. Danach kümmerte sich keiner der Anwesenden um den Schwerstverletzten, so dass dieser letztlich verstarb. In den Stunden nach der Tat verließ der 41-Jährige den Ort des Geschehens; der Mieter blieb dagegen zurück und lebte bis zur Entdeckung des Toten weiter in der Wohnung. Die genaue Todesursache soll eine beim Institut für Rechtsmedizin der Universität Heidelberg vorgenommene Obduktion des Getöteten klären. Unterdessen stellt die Staatsanwaltschaft Karlsruhe gegen den 49-Jährigen Antrag auf Erlass eines Haftbefehls. Die Vorführung des Beschuldigten beim zuständigen Richter ist für Dienstagnachmittag vorgesehen. Über einen möglichen Haftantrag gegen den 41 Jahre alten Verdächtigen, der sich zumindest wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten muss, wird noch im Laufe des Tages entschieden.
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