Ente gut – alles gut

Karlsruhe. Mit einem ungewöhnlichen Familienausflug war das Polizeirevier Marktplatz am Mittwoch befasst: Möglicherweise belehrend hatte eine Entenmutter ihren zehn Küken von außen die Justizvollzugsanstalt in der Riefstahlstraße gezeigt und watschelte dann über die Moltkestraße, wo am Straßenrand die Hälfte ihres Nachwuchses durch einen Gullyrost nach unten plumpste. Aufgeregt verfolgte die Mutter, wie die verloren gegangenen Sprösslinge nach und nach auf einem kleinen Besenstiel durch den Gullyspalt wieder ans Licht gelangten. Nachdem die Familie komplett war, watschelte der Tross von dannen. Die Annahme der Ordnungshüter, die Entenmutter habe von Besichtigungen genug, bestätigte sich nicht, denn eineinhalb Stunden später wurden sie zum Oberlandesgericht gerufen, wo die Enten zwar in den Hof hinein, aber nicht mehr herausfanden. Mit tatkräftiger Unterstützung einiger Passanten und dem herbei gerufenen Fahrer des Tiertaxis sammelten die Beamten das Geflügel ein. Weil in der “Residenz des Rechts” noch eine Reihe von Justizbehörden zu besichtigen gewesen wären, erklärten die Polizeibeamten den Entenausflug für beendet und ließen die wieder vereinigte Entenfamilie vom Tiertaxi in die Günther-Klotz-Anlage bringen.

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