Karlsruhe. Zwei algerische Asylbewerber befinden sich seit Donnerstag wegen einer Serie von Straftaten in Untersuchungshaft. Den beiden 23 und 27 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, gemeinsam mit drei Landsleuten in wechselnder Besetzung in der Karlsruher Innenstadt in mindestens zehn Fällen Personen bestohlen zu haben. Sie suchten ihre Opfer meist nach Mitternacht in der Fußgängerzone, in Diskotheken oder Kneipen aus, wobei sie es insbesondere auf alkoholisierte Personen abgesehen hatten. Durch geschickte Ablenkung gelang es ihnen, die Geldbörsen ihrer Opfer zu erbeuten.
Seite mehreren Wochen ermittelten Beamte des Polizeireviers Marktplatz intensiv nach den Tätern und überprüften zahlreiche Verdächtige. Nachdem sich der Tatverdacht gegen das Quintett konkretisierte, erwirkte die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Haftbefehle gegen drei Beteiligte und Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der fünf Tatverdächtigen. Am Donnerstagmorgen wurden die Durchsuchungsbeschlüsse vollzogen, und zwar zeitgleich in der Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge (LASt) in der Durlacher Allee und in zwei Wohnungen in der Karlsruher Südweststadt und im Kreis Schwäbisch Hall. Der 23-Jährige wurde in der LASt festgenommen, der 27-Jährige in der Wohnung im Kreis Schwäbisch Hall. Dabei wurden auch Beweismittel sichergestellt. Die Fahndung nach einem dritten per Haftbefehl gesuchten 26-jährigen Algerier dauert noch an.
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