Karlsruhe. Neun Verletzte sowie einen Sachschaden von rund 300.000 Euro hat am Dienstagnachmittag ein Zusammenstoß zwischen einem Linienbus und einer Straßenbahn der Linie 2 auf der Kreuzung Brauer- und Südendstraße gefordert. Nach den bisherigen Feststellungen des Verkehrsunfalldienstes war der Fahrer eines Gelenkbusses der Linie 55 gegen 14.40 Uhr auf der Südendstraße vom alten Vincentius-Krankenhaus her kommend in Richtung Westen unterwegs gewesen. Bei der Einfahrt in die Kreuzung beachtete er offenbar das für ihn geltende Rotlicht nicht. In der Folge stieß die von links aus Richtung Ebertstraße kommende Bahn trotz einer vom Fahrer eingeleiteten Notbremsung unmittelbar hinter dem Gelenk in die linke Busseite. Ein Fahrgast wurde mittelschwer verletzt, die beiden Fahrer sowie sechs weitere Fahrgäste kamen mit leichteren Verletzungen davon. Zudem erlitt der Busfahrer offenbar einen Schock. Zur Versorgung der Verletzten waren zwei Notärzte und sechs Rettungswagen im Einsatz. Während die bei dem Unfall mit dem vorderen Drehgestell entgleiste Straßenbahn durch ein Team der Verkehrsbetriebe wieder in die Gleise gehoben wurde, war ein Rüstzug der Feuerwehr zur Bindung ausgelaufener Kraft- und Schmierstoffe sowie zur Unterstützung der Rettungskräfte im Einsatz. Bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten wurde die Brauerstraße in stadtauswärtiger Richtung bis gegen 15.45 Uhr voll gesperrt und der Verkehr von der Polizei über die Steinhäuserstraße umgeleitet. Nach einer etwa 15-minütigen einspurigen Verkehrsführung konnte die Strecke schließlich wieder freigegeben werden.
Der entstandene Rückstau reichte zeitweise bis ans Mühlburger Tor.. Der Verkehr in Richtung Innenstadt lief unterdessen ohne Einschränkungen weiter.
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