Ermittlungsgruppe legt Abschlussbericht vor: Bandenmäßige Ladendiebstähle durch rumänische Tätergruppen

Stadt- und Landkreis Karlsruhe / Stuttgart. Nach fast achtmonatiger Arbeit hat eine beim Polizeirevier Karlsruhe-Südweststadt eingesetzte Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung banden- und gewerbsmäßig verübter Ladendiebstähle jetzt ihren Abschlussbericht an die Staatsanwaltschaft Karlsruhe vorgelegt. Die drei Schutzpolizisten konnten insgesamt zwölf in verschiedenen Gruppen agierende Langfinger aus Rumänien ermitteln und damit 126 im Stadt- und Landkreis Karlsruhe wie auch im Großraum Stuttgart verübte Ladendiebstähle klären.

Größtenteils mit tatkräftiger Unterstützung durch Kollegen verschiedener Polizeidienststellen wurden zehn der Verdächtigen im Alter zwischen 18 und 32 Jahren, hierunter auch eine inzwischen 24 Jahre alte Frau, dingfest gemacht. Auf Antrag der jeweils zuständigen Staatsanwaltschaft wurden die Festgenommenen in Untersuchungshaft genommen. Überdies erging gegen zwei namentlich bekannte, aber noch flüchtige Beschuldigte gleichfalls Haftbefehl.
Der 25 Jahre alte Kopf einer vornehmlich in Karlsruhe agierenden Gruppierung wurde inzwischen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt.
Darüber hinaus konnten die Beamten gestohlene Kosmetika und Kleidung im Wert von mehreren zehntausend Euro sicherstellen und den rechtmäßigen Eigentümern größtenteils zurückgeben.
Den Stein der Ermittlungen hatte im Oktober vergangenen Jahres ein Hinweis auf ein mutmaßliches Diebeslager in einem Karlsruher Innenstadthotel ins Rollen gebracht. In dem von einem 25 Jahre alten Rumänen angemieteten Hotelzimmer stießen die Beamten auf gestohlene Kleidung sowie Parfum im Wert von rund 5.000 Euro. Nach der Festnahme des Zimmerbewohners konnten die Ermittler in dessen Umfeld zwei weitere Verdächtige dingfest machen. Nach dem Stand der Dinge hatte der in diesem Ermittlungskomplex als Haupttäter anzusehende 25-Jährige mit Hilfe der beiden Männer in Warenhäusern und Geschäften im Stadt- und Landkreis Karlsruhe sowie teilweise auch in angrenzenden Kreisen immer wieder erfolgreich lange Finger gemacht.
Einer zweiten – wie sich später herausstellte, unabhängig von der Karlsruher Gruppirung agierenden – rumänischen Diebesgruppe, konnten die Ermittler dann Ende Dezember vergangenen Jahres das Handwerk legen. Die, wie seinerzeit berichtet, in Bretten nach Ladendiebstählen ermittelten fünf Verdächtigen gingen nach exakt demselben Strickmuster vor wie ihre in Karlsruhe ertappten Landsleute.
Im engen Zusammenwirken mit den Stuttgarter Ermittlungsbehörden gelang es in der Folge auch, Zusammenhänge zu einer Tätergruppe im Bereich der Landeshauptstadt zu erkennen, die gleichfalls gewerbs- und bandenmäßig agierte.
Neben der Ermittlung und Festnahme der allesamt aus zwei Orten im ehemaligen Siebenbürgen stammenden Täter erwies sich besonders die Rückgabe der sichergestellten Waren als schwierig und überaus zeitaufwändig.
Mit Abgabe der zehn A-4-Ordner umfassenden Akten an die Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurde die Ermittlungsgruppe nunmehr aufgelöst.

This entry was posted in Polizeireport. Bookmark the permalink.

Comments are closed.