Zwei Schwerverletzte – Unfallverursacher nach Flucht festgenommen

Karlsruhe. Nachdem er in den frühen Morgenstunden des Donnerstags in der Karlsruher Weststadt einen Verkehrsunfall mit einem lebensgefährlich und einem schwer Verletzten verursacht hatte, suchte ein 40 Jahre alter Autofahrer sein Heil in der Flucht zu Fuß. Der unter Alkoholeinwirkung Mann konnte von der Polizei innerhalb kurzer Zeit ermittelt und festgenommen werden.

Gegen 01.20 Uhr war der 40-Jährige mit dem Pkw einer Bekannten auf der Kriegsstraße in Richtung Kühlem Krug unterwegs gewesen, als er die ampelgeregelte Einmündung der Körnerstraße offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit und trotz Rotlicht passieren wollte. Der Zusammenstoß mit einem von rechts kommenden und mit zwei Personen besetzten Taxi war derart schwer, dass beide Fahrzeuge auf das angrenzende Gleisbett der Straßenbahn geschleudert wurden. Der 48 Jahre alte Taxifahrer wurde lebensgefährlich verletzt hinter dem Steuer eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Danach vom Notarzt erstversorgt, wurden er wie auch sein schwerverletzter 51 Jahre alter Fahrgast in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert. Unterdessen entdeckten die ermittelnden Polizeibeamten bei der Überprüfung der nur wenige hundert Meter vom Unfallort entfernt gelegenen Halteranschrift den unverletzt gebliebenen Verursacher auf dem Dach des Anwesens. Nachdem auch hier die Feuerwehr hinzugerufen worden war, ließ sich der Mann dazu bewegen, in die Wohnung der Halterin zurückzukehren. Nach seiner Festnahme gab der 40-Jährige einen Alkotest von 1,4 Promille ab, weshalb bei ihm eine Blutentnahme angeordnet wurde. Einen Führerschein konnte der Beschuldigte bislang nicht vorweisen. Durch den Unfall, bei dem ein Sachschaden von rund 21.000 Euro entstand, wurde aufgrund ausgelaufenen Öls eine Nassreinigung der Fahrbahn erforderlich. Die auswärts führende Kriegsstraße musste deshalb bis kurz nach 03.00 Uhr gesperrt werden. Der spärliche Verkehr wurde währenddessen örtlich umgeleitet. Neben zahlreichen Kräften der Feuerwehr und Rettungsdienste war durch den Unfall und die Flucht des Mannes auch der Einsatz von nicht weniger als 16 Polizeibeamten notwendig.

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